Die Idee des PED-Konzepts besteht darin, eine gemeinsame Methodik auf EU-Ebene zu finden, um Quartiere auf ihrem Weg zu einem nachhaltigeren Energiesystem zu bewerten. Um das Konzept zu fördern und die Aufmerksamkeit auf die Umgestaltung des Energiesystems in Quartieren zu lenken, hat sich die EU das Ziel gesetzt, bis 2025 100 PEDs in der EU zu etablieren. Alle PED-Projekte werden in einer gemeinsamen Datenbank erfasst (https://peddatabase.dutpartnership.eu/). Die Joint Programme Initiative Urban Europe hat drei Grundsätze festgelegt, denen ein PED folgen sollte. Diese Grundsätze lauten:
1. • Energieflexibilität: Aktiver Beitrag zum Ausgleich und zur Widerstandsfähigkeit des umgebenden Energiesystems.
2. • Energieeffizienz: Reduzierung des Energieverbrauchs und Vernetzung verschiedener Interessengruppen.
3. • Energieerzeugung: Lokale Erzeugung erneuerbarer Energie unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten.
Es gibt zwar noch keine einheitliche Definition dafür, was genau ein PED ist, aber häufig wird darunter ein Quartier mit einer positiven (primären) Energiebilanz verstanden, d. h. ein Quartier, in dem über ein Jahr hinweg mehr Energie lokal produziert als verbraucht wird. Da dies für Quartiere mit hohem Energiebedarf und geringem Potenzial für erneuerbare Energien besonders schwer zu erreichen ist, verlagert sich der Fokus nun von einer positiven Energiebilanz hin zu positiven Auswirkungen. Das Fraunhofer ISE hat mit seiner Veröffentlichung zu PED-Definitionen und Bewertungsmethoden (https://doi.org/10.1016/j.segy.2024.100147) zu dieser Diskussion beigetragen. Die Bewertungsmethode sollte einen Maßstab liefern, um zu beurteilen, ob ein Quartier den PED-Status erreicht hat oder nicht. Ausgehend davon haben viele Institutionen Bewertungsmethoden eingeführt, die das Konzept einer alleinigen positiven Energiebilanz verfeinern, um die Randbedingungen verschiedener Stadtteiltypen, Klimazonen usw. einzubeziehen. Eine Möglichkeit besteht darin, eine Methode auf der Grundlage von Key Performance Indicators (KPIs) zu etablieren, die sicherstellen sollte, dass die JPI-Prinzipien und andere wichtige PED-Bewertungsfaktoren ausreichend berücksichtigt werden. Wir haben entschieden, dass eine Reihe von KPIs eine gute Methode ist, um verschiedene Perspektiven in einer Bewertungsmethode zu berücksichtigen, und dass es Spielraum gibt, später weitere Indikatoren hinzuzufügen oder andere Perspektiven als Energieverbrauch, -erzeugung und -speicherung einzubeziehen, die den Kern der in diesem Dashboard vorgestellten Bewertungsmethode bilden. Eine detaillierte Beschreibung der Methode finden Sie auf der Unterseite KPI-Bewertung.
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